Die Kindergruppe des Tierschutzvereins Gifhorn in Niedersachsen macht Besuche auf Bauernhöfen oder geht mit Hunden spazieren. Auch für die Rechte von Tieren demonstrieren die Kinder. Sabine Hagedorn und Melanie Siemund haben die Kindergruppe 2007 ins Leben gerufen. Rund zehn Kinder aus der Umgebung sind einmal im Monat mit Feuereifer dabei.
Bei jedem Treffen steht ein anderes Tier im Mittelpunkt. Beim Besuch des Vollbütteler Hofs der Familie Harke lernen die Kinder alles Wichtige über Kühe. Landwirt Andre Harke hat beobachtet: „Neben Fernsehen und Spielekonsole bleiben praktische Erfahrungen auf der Strecke." Viele Kinder wüssten nicht ansatzweise, wo die Milch herkommt. Der Tierschutznachwuchs aus Gifhorn kennt sich da jetzt aus.
Bei anderen Treffen wird gemalt und gebastelt, zum Beispiel Katzenspielzeuge aus Wolle im Herbst. Damals wurde auch eifrig für Hund und Katz gebacken: „Hundekuchen mit Mett und Katzenleckerlies mit Thunfisch, und beides haben wir natürlich auch probiert", berichtet Felix.
Auch vor kritischen Themen machen die Kinder nicht halt. Ausgerüstet mit selbstgemalten Plakaten nahmen sie lautstark an der Protestkundgebung gegen den Bau einer Hühnerfarm mit Käfighaltung in Dalldorf teil. „Dort stand drauf, dass wir nur Eier von glücklichen Hühnern wollen", erzählt Sarah.
Wie sich ein Huhn in der dort geplanten Legebatterie fühlen muss, konnten die Kinder bei einem Selbstversuch testen. „Wir haben in Socken versucht so eng auf einem Drahtgitter zu stehen, wie es die Hühner müssen", berichtet Marieke. Keiner habe das lange ausgehalten.
gekürzter Artikel von Daniela Wimmer aus der Gifhorner Rundschau, 14.10.2008