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 Das Leben von Milchkühen ist oft sehr traurig. Besonders in Süddeutschland verbringen viele Kühe ihr Leben angebunden in Ställen, ohne dass sie sich auch nur umdrehen zu können. Sie müssen auf Betonboden stehen und bekommen dadurch oft entzündungen an den Beinen.
In anderen Gegenden Deutschlands werden die Kühe meist in Laufställen gehalten, in denen sie herumlaufen können und Liegeboxen zum Ausruhen haben. Leider kommen die Kühe auch dort oft nicht mehr auf die Weide, sondern werden das ganze Jahr im Stall gehalten.
Viele Milchkühe sind so gezüchtet, dass sie sehr viel Milch geben. Dafür müssen sie aber besonders viel Kraftfutter fressen. Sie können dadurch Magenschmerzen bekommen und krank werden.
Eine Haltung ist artgerecht und den Kühen geht es gut, wenn sie täglich draußen auf die Weide dürfen. Im Stall solten sie herumlaufen können und Stroh haben, auf das sie sich legen können.
 Achtet beim Einkaufen darauf, woher Milch, Joghurt und Käse kommen. Vielleicht gibt es bei euch noch in der Nähe einen Bauernhof, der die Kühe draußen hält und wo man die Milch frisch kaufen kann.
Wenn in der Werbung von „artgerechter Tierhaltung“ gesprochen wird, darf man das nicht unbedingt glauben, denn dieser Begriff ist nicht gesetzlich geschützt. Jede Molkerei darf sagen, ihre Milch sei von artgerecht gehaltenen Kühen, auch wenn die Tiere den ganzen Tag im Stall stehen. Besser ist es, wenn ihr im Bioladen kauft oder Milch mit dem Biosiegel, die man im Supermarkt kaufen kann. So unterstützt ihr die Bauern, die ihre Tiere gut halten. Ihr zeigt, dass euch Tierschutz wichtig ist und dass ihr deshalb dafür auch den höheren Preis zahlt. Produkte mit dem Bio-Siegel stammen immer aus artgerechter Haltung und die Zutaten zaus ökologischem Anbau.
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