|
 Schweine werden meistens in großen, industriellen Anlagen gehalten mit zehntausenden von Schweinen. Sie leben ohne Auslauf, ohne Tageslicht und in Abteilen (Buchten), die so klein sind, dass sich die Schweine kaum bewegen können. Ein Schwein, das 80 Kilogramm wiegt, hat darin nur ungefährt einen halben Quadratmeter Platz - das ist so groß wie ein größeres Sofakissen.
Die Ställe haben meistens einen Betonboden mit Spalten. Stroh gibt es nicht. Durch die Schlitze fällt der Kot der Schweine direkt in die Güllegrube, damit der Mäster den Stall nicht ausmisten muss. Viele Schweine haben durch diesen boden Verletzungen an den Beinen.
Schweine sind sehr kluge Tiere, ähnlich wie Hunde, und weil sie sich langweilen, knabbern sie oft an den Schwänzen und Ohren der andren Schweine herum - bis diese bluten. Um das zu verhindern, schneidet der Schweinehalter schon den kleinen Ferkeln die Schwänze ab - ohne Betäubung!

 In artgerechten Haltungen leben Schweine in einem Stall mit einem eigenen Fressplatz für jedes Tier. Weiter entfernt von dem Fressplatz gibt es im Stall eine Ecke, die sie als Tiolette benutzen können. Schweine sind sehr reinliche Tiere und beschmutzen nicht ihr Nest.
Auch Stroh muss genügend vorhanden sein, denn Schweine wühlen gerne und mögen auch eine warme und weiche Liegefläche, auf der sie gerne ganz dicht nebeneinander liegen.
Um glücklich zu sein, brauchen Schweine auch einen Auslauf, wo sie sich bewegen können. Dort erkunden sie ihre Umgebung, indem sie wühlen, graben, nagen, lecken, sich scheuern und sie wälzen sich gerne im Schlamm.
|
Mehr zu diesem Thema:
|
|
|
|
|
|
|
|