Der Hund

Der Hund ist heute eines unserer beliebtesten Haustiere und das früheste überhaupt. Der vom Wolf abstammende Hund lebt bereits seit über 17.000 Jahren mit dem Menschen zusammen.

Weltweit gibt es heute rund 270 international anerkannte Rassen. Durch Züchtung entstand eine sehr große Vielfalt in Aussehen und Eigenschaft, je nach Einsatzzweck wie z. B. jagen, hüten oder bewachen.

In Deutschland leben heute rund 5 Millionen Hunde, weltweit sind es schätzungsweise 500 Millionen Haushunde, wobei ein Großteil davon frei lebend ist.

Wölfe und auf sich gestellte frei lebende Hunde leben in Rudeln, das sind Verbände mit familiären Strukturen. Die Vierbeiner sind nicht gerne allein, sie haben ein starkes Bedürfnis nach sozialen Kontakten. Viele Hunde empfinden Berührungen als positiv. Ihr merkt das daran, dass sich ein Hund gerne streicheln oder kraulen lässt.

Um auf sich aufmerksam zu machen, verfügen Hunde über eine ganze Reihe von Lauten, wie z. B. Knurren, Bellen, Heulen oder Winseln. Auch ihre Körpersprache ist dabei von Bedeutung: Hat ein Hund etwa Angst, klemmt er seinen Schwanz zwischen die Hinterbeine und duckt sich.

Leider sind heute viele alte Hunderassen vom Aussterben bedroht, vor allem Hütehunde, da das Hüten von Hunden immer weniger gefragt ist. Unter anderem sind folgende Rassen gefährdet:

Ein Harzer Fuchs liegt auf einem Stein

Harzer Fuchs

Der Harzer Fuchs ist ein Hütehund. Früher stand er den Viehhirten beim Hüten der Kühe treu zur Seite. Doch im Laufe der Zeit entwickelte er sich durch Züchtung zu einem Schafhund.

Harzer Füchse sind sehr harte, aber freudige Arbeiter, zudem flink, aufmerksam und intelligent. Ihr rötliches Fell mit viel Unterwolle macht sie ausgesprochen wetterfest.

Der Harzer Fuchs steht auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) und gilt als gefährdet.

Ein brauner Großspitz auf einem Feld

Großspitz

Der Spitz gehört zu den ältesten Hunderassen. Es gibt weiße, schwarze und braune Großspitze. Die schwarzen Großspitze waren in Süddeutschland als Wachhunde in den Weinbergen im Einsatz, während die weißen Großspitze nicht nur als Wächter, sondern auch als elegante Begleiter des Adels zu finden waren. Man sagt daher den schwarzen Großspitzen etwas mehr Wachsamkeit und Temperament nach.

Großspitze sind sehr intelligent, neugierig und gelehrig, außerdem robust und bewegungsfreudig. Die anhänglichen Tiere lieben den Kontakt zu Menschen und sind dadurch optimal als Familienhunde geeignet. Aber sie sind auch wachsam und bellfreudig.

Der Großspitz gilt bei der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) als extrem gefährdete Rasse.

Ein Westerwälder Kuhhund auf einer großen Wiesen

Westerwälder Kuhhund

Der Westerwälder Kuhhund gehört zu den altdeutschen Hütehunden, die seit Jahrhunderten ihre Arbeit an Herden verrichten. Schon 1465 wurde er erstmals als Hüter von Kuhherden erwähnt. Seinen Namen hat er seiner Herkunft, dem Westerwald, zu verdanken.

Wie viele andere Hütehunde auch, ist er durchsetzungsfähig, belastbar, anhänglich und treu. Der lebhafte Hund ist zudem sehr intelligent und selbstständig. Der ca. 50 Zentimeter große Hund hat ein sandfarbenes bis rötlich braunes Fell, das an den Haarspitzen dunkler gefärbt ist, in der Fachsprache nennt man das „berußt“.

Der Westerwälder Kuhhund gilt bei der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) als extrem gefährdete Rasse.

Porträt eines Schafpudels

Schafpudel

Der Schafpudel gehört ebenfalls zu den altdeutschen Hütehunden.

Er ist ein intelligenter, temperamentvoller, aktiver, ausdauernder und lernwilliger Hund, der ausgeprägtes Hüteverhalten zeigt. Dieser Arbeitshund hütet zum Teil völlig selbständig seine Herden.

Er diente dem Menschen vor allem zum Hüten, Treiben und Beschützen von Schafen. Heute gibt es aber kaum noch Wanderschäfer, daher ist der Schafpudel vom Aussterben bedroht und wird von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) als „gefährdet“ eingestuft.

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