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Das Wildschwein kommt in verschiedenen Unterarten in ganz Europa, Nordafrika und weiten Teilen Asiens vor, heute auch in Amerika und Australien.
Wildschweine leben in Laubwäldern mit dichtem Gebüsch und feuchten Böden. Felder mit Gebüschen, in denen sie sich verstecken können, oder Gewässern mit Schilf sind gute Lebensräume für die intelligenten Tiere.
Sie leben in Familienverbänden, den Rotten, in denen eine eindeutige Rangfolge herrscht. Im Familienverband gibt es fast nur weibliche Tiere und ihre Jungen. Die Männchen, Keiler genannt, kommen zur Paarungszeit hinzu.
Wildschweine sind tag- und nachtaktiv. Werden sie am Tag oft gestört, beispielsweise durch Jogger oder Hunde, werden sie erst nachts aktiv. Sie verstecken sich am Tag und schlafen dann. In der Dämmerung beginnen sie mit der Suche nach Eicheln und Bucheckern, Beeren, Gräsern und Kräutern. Als Allesfresser wühlen sie auch gerne auf Feldern und fressen Mais, Kartoffeln oder Getreide. Auch Tiere, die im Boden leben wie Regenwürmer, Larven oder Kleinnager und Aas gehören zu ihrer Nahrung.
Begegnet ihr einem Wildschwein, solltet ihr in jedem Falle Ruhe bewahren. Das Tier spürt im oft genau so viel Angst und Unsicherheit wie der Mensch. Wenn ihr Ruhe bewahrt, könnt ihr die Situation entschärfen. Wildschweine greifen kaum Menschen an. Wichtig ist es, den Tieren immer eine Rückzugsmöglichkeit zu geben.

GefährdungWildschweine sind nicht gefährdet, sie haben sich in den letzten Jahren sehr vermehrt. Die natürlichen Feinde des Wildschweins waren Wolf und Bär, die jedoch fast gar nicht mehr in Deutschland vorkommen.
Wildschweine sind in Deutschland jagbare Wildtiere, jedes Jahr werden etwa eine halbe Millionen Tiere von Jägern abgeschossen. Auch der Straßenverkehr gefährdet die Tiere. |
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